Ergebnis
| Nächstes Spiel
| ||||||||||||||||||
Gegen „Kreuzer Beton“ zur ersten Herbstmeisterschaft?
von Thomas Nietner
Wer wird Herbstmeister?
Nachdem der ASV am vergangenen Wochenende gegen die zweite Garnitur des SV Gesees zwei Punkte liegen ließ kommt es am letzten Hinrundenspieltag gegen den SC Kreuz Bayreuth zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem SV Lindenhardt und dem ASV um den inoffiziellen Titel der Herbstmeisterschaft. Hierbei geht der ASV mit einem Vorsprung von zwei Toren gegenüber dem punktgleichen Rivalen an den Start. Diese Ausgangssituation ist ausgerechnet dem kommenden ASV-Gegner, dem SC Kreuz, geschuldet, der sich vorletzte Woche sensationell ein 1:0 in Lindenhardt ermauerte. Dem SV Lindenhardt steht am Sonntag zum Ausklang der Vorrunde mit dem Sportring Bayreuth die – zumindest auf dem Papier – vermeintlich schwierigere Aufgabe bevor.
Erneut Derbytime
Die Ausgangslage vor dem Nachbarschaftsderby gegen die Kreuzer könnte unterschiedlicher kaum sein. Während der ASV als Aufsteiger die Liga „rockt“ steckt der SC Kreuz tief im Abstiegskampf. Bereits vier Punkte beträgt der Abstand zum Relegationsplatz und gar schon zehn Zähler zum „rettenden Ufer“. Gerade einmal zwei Siege konnte der Bayreuther Traditionsclub bis zum 14. Spieltag einfahren. Dem Auftakttriumph beim jetzigen Tabellenschlusslicht, dem FSV Bayreuth II, folgte eine Serie von elf sieglosen Auftritten, die überraschenderweise ausgerechnet beim damaligen Spitzenreiter, dem SV Lindenhardt, reißen sollte. Dort ermauerte sich die junge Kreuzer Truppe mit Mann und Maus einen 1:0-Auswärtserfolg und gönnte sich sogar noch den Luxus, einen Elfmeter zu verschießen. Durch den Dreier kam wieder Hoffnung auf, die jedoch bereits am letzten Sonntag durch die 1:3-Heimpleite gegen den FC Creußen im Keim erstickt wurde. Dass es keine leichte Saison werden würde, war den Kreuzern bewusst nachdem sie bedingt durch zahlreiche Abgänge mit einer blutjungen Mannschaft die Mission „Klassenerhalt“ antreten mussten. In den Reihen der Kreuzer befindet sich übrigens mit Markus Walder (20) auch ein ehemaliger Preuschwitzer, der nach einigen Einsätzen bei den Senioren nach der Saison 2009/10 zu den Nachbarn ins Kreuz wechselte und dort in dieser Saison den Sprung zum Stammspieler schaffte. Neben der Unerfahrenheit hakt es vor allem im Sturm. Mit lediglich vier Treffern führt Giovanni Dima die interne Torschützenliste der Kreuzer an. Die Gäste werden sich deshalb auf ihre Stärken in der Defensive konzentrieren und versuchen, mit einem Abwehrbollwerk dem ASV die Punkte abzutrotzen.
Breiter Kader
Auf Schützenhilfe aus Oberpreuschwitz im Abstiegskampf können die Gäste jedoch nicht hoffen. Schließlich ist der ASV vor den drei letzten und allesamt schwierigen Aufgaben in diesem Kalenderjahr bestrebt, seine Ausgangslage um den Platz an der Sonne weiter auszubauen und den Abstand auf das Verfolgerfeld zu vergrößern. Hierbei bieten sich Trainer Hannes Mahr durch die Rückkehr des zuletzt gesperrten Betim Ismajli im Schlagabtausch gegen dessen Ex-Verein wieder zahlreiche personelle und taktische Möglichkeiten. Bis auf den in Dresden studierenden Alexander Helgert kann Mahr somit auf den gleichen Kader wie in der Vorwoche zurückgreifen. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter den Einsätzen von Andreas Franke (Magen-Darm-Infekt), Matthias Lorenz (Schnittwunde am Fuß) und Burim Salihu (Sprunggelenksverletzung). Angesichts der kommenden Spitzenspiele gegen den TSV Donndorf und den Sportring Bayreuth wird hierbei sicherlich kein Risiko eingegangen. Mögliche Ausfälle können mittlerweile durch den breiten Kader wieder mühelos kompensiert werden. Diejenigen Akteure, die zuletzt weniger Einsatzzeiten bekamen, brennen zudem auf ihren Einsatz. Abzuwarten bleibt auch noch, ob der Spielerpass für den ASV-Neuzugang Niklas Wolf rechtzeitig eintrifft. Sehr zufriedenstellend verlief zumindest schon mal die Trainingseinheit am Dienstag, die durch zwei weitere Gastspieler aufgewertet wurde.
Aufstieg möglich
Für die Reserve besteht, nach der Klatsche gegen den TFC aus dem letzten Heimspiel, an diesem Wochenende gegen die Kreuzer Zweite die Chance zur Wiedergutmachung. Zur Verfügung steht hierbei nach längerer Abwesenheit wieder der etatmäßige „Goalie“ Tobias "Fuli" Schönauer. Trotz dem Rückschlag gegen die „Türken“ hat es die Reserve am Sonntag selbst in der Hand, die Tabellenspitze zurückzuerobern. Die beiden Kontrahenten sind nämlich spielfrei. Hierfür bedarf es aber nicht nur einer spielerischen Leistungssteigerung sondern auch einer personellen Mehrung. Bedingt durch zahlreiche Ausfälle und Absagen musste am letzten Wochenende das Spiel in Waischenfeld auf die Folgewoche verschoben werden. Angesichts der bestehenden Möglichkeit und des Potentials zum Aufstieg in die A-Klasse sollte der ASV-Unterbau diese Chance nicht einfach abschenken!

