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Vorweihnachtliches Geschenk an den SSV Warmensteinach
von Thomas Nietner
Ein vorweihnachtliches Geschenk in Form von drei Punkten machte der ASV dem SSV Warmensteinach im Duell der Aufsteiger. Dabei passte sich beim glücklichen 0:1-Auswärtssieg der Gäste das Spielniveau dem tristen Novemberwetter an. Während die Gäste von Beginn an ihre Aufmerksamkeit nur auf die Defensive beschränkten, fand der ASV im gesamten Spielverlauf kein Durchkommen gegen das Warmensteinacher Abwehrbollwerk. Dabei sah es zu Spielbeginn noch so aus, als ob der ASV nahtlos an die Glanzleistung der Vorwoche beim Sportring anknüpfen könnte. Bereits nach zwei Minuten prüfte Konov SSV-Torwart Fuchs zum ersten Mal und auch in der Folgespielzeit hatte der ASV mehrere gute Ansätze in Richtung Gästegehäuse. Damit sollte dann aber für die nächsten 15 Minuten das Pulver verschossen sein und Oberpreuschwitz verteilte das erste Geschenk des Tages an den Mitaufsteiger aus dem Fichtelgebirge. ASV-Spielertrainer Mahr brachte sich bei einem Rückpass selbst in Bedrängnis gegen den heranstürmenden SSV-Stürmer Seidel, da er den Ball nicht frühzeitig wegschlug. Bei seinem Versuch die Kugel mit einer Grätsche vor dem Angreifer zu klären, sah Schiedsrichter Reinhold Schramm ein elfmeterwürdiges Vergehen und zeigte auf den Punkt. Doch wer sich die Suppe einbrockt, löffelt sie auch selber wieder aus, dachte sich wohl der ASV-Schlussmann und hielt den schwach geschossenen Foulelfmeter von Alexander Pilz. Danach war aber erst einmal auf beiden Seiten die Luft raus.
Keinen guten Tag erwischt hatten die Mannen um ASV-Spielführer Paul Konov. Foto: Nicki Krause
Erst in der 23. Spielminute gab es wieder Arbeit für den sicheren Gästekeeper Fuchs. So konnte er nicht nur einen Fernschuss von Kornitzky abwehren sondern auch noch den Nachschuss von Alexander Hofmann. Keine zehn Minuten später wäre auch der Torhüter machtlos gewesen, doch ASV-Stürmer Kornitzky konnte nach einem Querschläger von Alexander Pilz den Ball freistehend vor dem Tor nicht in diesem unterbringen und schoss etwas überhastet vorbei. Das hätte es sein müssen für den ASV! Bis zur Pause hatte allerdings auch der Gast, der bis dahin mit allen Männern lediglich das eigene Tor verteidigt hatte, noch zwei dicke Möglichkeiten, bei denen Keeper Mahr einmal auf der Linie klären konnte und ein anderes Mal Kopf und Kragen riskieren musste. Zur Pause stand somit ein leistungsgerechtes Unentschieden, das die fröstelnden Zuschauer nicht gerade erwärmte.
Mit guten Vorsätzen kam der Tabellenführer in der zweiten Hälfte aus der Kabine und wollte an die Anfangsminuten aus der ersten Halbzeit anknüpfen. Es blieb allerdings beim Versuch, denn gegen die vielbeinige SSV-Abwehr fand der ASV, der es zumeist durch die Mitte versuchte, an diesem Tag kein Durchkommen. Und wenn schon auf der einen Seite kein Tor fällt dann wenigstens auf der anderen Seite, dachte sich wohl die Heimelf und schenkte in der 65. Minute den Sahr-Schützlingen den Siegtreffer. Beim Versuch den Ball nach vorne zu schlagen, wurde der eigene Mitspieler angeschossen, von dem der Ball zu den beiden – eigentlich im Abseits stehenden - Gästestürmern Seidel und Philbert prallte. Diese ließen sich diese einmalige Chance nicht nehmen und Philbert schob cool zur überraschenden Führung ein. Strittig war allerdings, ob der Abpraller tatsächlich vom eigenen Spieler kam oder nicht von einem Gästeakteur. Schiri Schramm entschied sich jedoch für einen ASV-Spieler und gab das Tor. Danach drängten die Preuschwitzer zwar auf den Ausgleich, fanden aber hierzu wie zuvor keine entscheidende Idee. Kopflos biss man sich meist in der Warmensteinacher Abwehr die Zähne aus und fand nur selten den Abschluss. Auch nachdem Christian Galder wegen völlig unmotiviertem Einsteigen gegen Alexander Hofmann die Gelb-Rote Karte sah, eröffneten sich dem Herbstmeister in Überzahl keine weiteren freien Räume. Als ASV-Kapitän Konov nach einer Ecke knapp am Pfosten vorbeischoss, pfiff der Unparteiische die Partie ab. Die Warmensteinacher, die spielerisch einige Schwächen erkennen ließen aber dafür kämpferisch vollends überzeugten, landeten einen Überraschungssieg beim Tabellenführer und entwickeln sich langsam zum ASV-Angstgegner. Aus den letzten vier Partien gegen die Elf aus dem östlichen Landkreis holte der ASV lediglich einen Punkt!
Wieder einmal verstand es der ASV nicht, sich von der Konkurrenz abzusetzen. Durch den Patzer rückt die Tabellenspitze vielmehr noch enger zusammen. So trennen den ASV, der sich aufgrund des besseren Torverhältnisses noch auf dem ersten Platz behaupten konnte, von Platz 5 lediglich drei Punkte. Es bleibt also unnötig spannend vor dem letzten Spiel des Jahres am nächsten Sonntag beim SV Kirchahorn, das Kreisspielleiter Neumeister aufgrund der aus Funktionärssicht günstigen Wetterbedingungen vom März 2012 vorverlegte.
Besser machte es dagegen die Preuschwitzer Reserve, die das Duell mit der zweiten Garnitur der Warmensteinacher mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Hierbei war jedoch auch der Gästekeeper behilflich, der einen haltbaren Schuss von Kessler über die Fäuste ins Tor gleiten ließ und die ASV-Reserve damit auf die Siegerstraße brachte.
Aufstellung: Mahr, Lorenz, Kühnlein, Helgert, Ismajli, Wegener, Straub, Doss (ab 75. Stelzenberger), Konov, Kornitzky, Hofmann (ab 85. Wolf).
Gelb: Doss
Besser machte es dagegen die Preuschwitzer Reserve, die das Duell mit der zweiten Garnitur der Warmensteinacher mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Hierbei war jedoch auch der Gästekeeper behilflich, der einen haltbaren Schuss von Kessler über die Fäuste ins Tor gleiten ließ und die ASV-Reserve damit auf die Siegerstraße brachte.
Aufstellung: Mahr, Lorenz, Kühnlein, Helgert, Ismajli, Wegener, Straub, Doss (ab 75. Stelzenberger), Konov, Kornitzky, Hofmann (ab 85. Wolf).
Gelb: Doss

